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Na, welche Vorsätze habt Ihr denn für das neue Jahr? Endlich fünf Kilo abnehmen oder besser noch zehn? Mal wieder die Mitgliedschaft im Fitnessstudio nutzen und nicht nur bezahlen? Endlich morgens eine Stunde früher aufstehen, um schon die Wohnung in Ordnung zu bringen. Wow – Ihr seid aber wirklich ambitioniert. Aber mal ehrlich: Sind das etwa Vorsätze, die Euch glücklicher machen?! Ich gebe gerne zu: Jede Frau hat ihr Wohlfühlgewicht – und das sollten wir auch zum Wohle unserer Mitmenschen halten, denn sonst quengeln und nörgeln wir sie mit unseren Komplexen voll. Und ja, es ist durchaus wichtig und richtig, sich fit zu halten und für den Körper etwas Gutes zu tun. Aber hey: Muss man das denn übertreiben und sich noch mehr Stress und Druck machen, als man eh schon hat? Nein danke! Warum haben Vorsätze immer mit Selbstoptimierung zu tun? Damit, besser (wer bestimmt das überhaupt, was gut ist?), attraktiver und aktiver zu sein? Das nervt. Ich habe da ein paar bessere Ideen für Euch….

Anderen etwas Gutes tun – und sich dabei selbst freuen

Die momentane politische Situation weltweit und die damit verbundenen Zustände hierzulande erfordern Engagement und Mithilfe eines jeden. Viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich für Flüchtlinge: Sie gehe mit ihnen zu Ämtern, bringen ihnen Deutsch bei, betreuen die Kinder oder machen sich anderweitig nützlich. Die einfachste und simpelste Form der Unterstützung ist es, wenn Ihr mal beim Flüchtlingsheim in Eurer Nähe anruft und nachfragt, was dort an Hygieneartikeln, Kleidung oder Hausrat benötigt wird. Wenn Ihr Bescheid wisst, dann könnt Ihr überlegen, welchen Mantel Ihr schon drei Jahre ungetragen im Schrank hängen habt oder dass die tolle Terracotta-Ofenform von Oma von vor-vorletztem Weihnachten noch immer nicht in den kleinen Backofen passt. Trennt Euch von Dingen, die Ihr nicht braucht – andere aber schon. Packt alles zusammen und bringt es zu Ort und Stelle. Gutes tun macht große Freude.

Öfter mal was Neues ausprobieren – und sich dabei selbst besser kennenlernen

Thailändisches Essen? Viel zu scharf! Ein Yoga-Kurs? Da sind bestimmt nur dünne Sportskanonen! Himmelblau? Das steht anderen besser als mir. Und mal alleine verreisen? Hilfe! Neues macht erst mal ein flaues Gefühl im Magen und lässt uns zweifeln. Wenn wir diese Unsicherheit aber überwinden, dann freuen wir uns über unseren Mut und viele neue Erfahrungen, die unser Leben bereichern. Ob das nun der Pulli in der „gewagten“ Farbe ist oder ein Besuch auf der Matte im Yogakurs – Dinge auszuprobieren bedeutet nicht immer, dass sie uns dann auch gefallen – aber immer mit Vorurteilen und „was wäre wenn“ durchs Leben zugehen… echt anstrengend. Statt zweifeln, einfach mal machen.

Nein sagen – und sich dabei stark und wohlfühlen

Egoismus – das böse Wort. Wehe, es sagt uns einer nach, wir würden nur an uns denken. Nein, das können wir Frauen gar nicht leiden. Wir ackern und schlagen Rad, damit alle zufrieden mit uns sind und uns lieb haben. Mal „Nein“ sagen – das fällt uns so schwer. Die anderen könnten gekränkt oder böse mit uns sein. Dann sagen wir lieber „Ja“, obwohl wir „Nein“ fühlen. So entstehen Stress und schlechte Laune. Darum: 2016 lieber öfter mal „Nein“ zu anderen und „Ja“ zu sich selbst sagen. Und dann auch aushalten, dass Mutti oder die beste Freundin mal einen Tag lang keine zehn Whatsapp-Nachrichten schicken. Wer von seiner Familie und seinen Freunden als Mensch geschätzt wird und nicht nur für das, was er für andere tut, wird merken, dass so ein „Nein“ für die anderen kein Weltuntergang ist.

Loslassen lernen – und dabei Platz für Besseres schaffen

Oft schleppen wir Emotionsballast mit uns herum, der uns eigentlich gar nicht mehr beschäftigen sollte – ist ja schon ewig her. Doch vergangen ist er das, was nicht mehr weh tut. Und meist brauchen Frauen etwas länger, um Gedanken und Gefühle zu ordnen. Besonders dann, wenn es z. B. um einen heftigen Streit mit einer Freundin ging oder auch die Beziehung mit dem Ex, die noch immer nicht verdaut ist. Oft wissen wir intuitiv, dass manche Menschen uns nicht gut tun – aber wir halten dennoch an ihnen fest. Sie könnten sich ja vielleicht ändern. Dann würden sie besser zu uns passen. Doch letztlich ist es so: Entweder die Chemie stimmt zwischen zwei Menschen oder nicht. Wer sich ändern muss und nur Kompromisse eingeht, damit die Freundschaft hält, hat den falschen „Freund“ an der Seite. Und wer sich nach Monaten noch mit Gedanken an den Ex herumplagt, der sollte entweder das klärende Gespräch suchen oder nach einem letzten eingehenden gedanklichen Monolog die Sache zu den Akten legen. Das Leben ist jetzt. Und morgen.

Spaß haben – allein oder mit Freundinnen

Was sind wir doch alle erwachsen! Ja, das ist toll und da können wir auch stolz drauf sein. Wir sind zuverlässig im Job, eine gute Mutter, eine tolle Ehefrau, eine perfekte Tochter und eine noch bessere beste Freundin von gleich drei ganz lieben Frauen – und dann machen wir auch noch im Sportkurs die Extrakurse. Man verleihe uns einen Orden. Aber sorry, Mädels, wo ist denn bei all der Disziplin der Spaß geblieben? Wann seid Ihr das letzte Mal leicht angesäuselt mit Euren Freundinnen nach einer durchtanzten Nacht aus dem Club gekommen? Wann habt Ihr das letzte Mal ein ganzes Wochenende die Familie sich selbst überlassen und habt Euch im Wellnesshotel massieren lassen? Wann wart ihr spontan mal abends im Kino? Und warum kauft Ihr Euch nicht einfach das Sweatshirt mit Ryan Goslings Konterfei? Weil wir ja so vernünftig sind. Aber wer hat uns zu unserer eigenen Spaßbremse gemacht?! Also: Bügelwäsche liegen lassen, Sportkurs schwänzen, im Burger-Restaurant mal das XXL-Menü bestellen (und essen) und mal „was Verrücktes“ tun, um der Routine zu entfliehen. Es gibt keine bessere Medizin gegen Alltagsbeschwerden als ein Mädelsabend oder – wem das Gegacker gerade zu viel ist – ein Solo-Wellness-Wochenende. Nicht lang drüber nachdenken, sondern aktiv werden.

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