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Seit den 1960er Jahren sind Prothesen-BHs ein wichtiges Thema im Hause Anita. Zur damaligen Zeit gab es keine adäquate Versorgung für brustoperierte Frauen. Frau Dr. Weber (Mutter des heutigen Chefs) gründete zusammen mit ihrem Mann Dr. Weber-Unger 1949 die Fa. Anita in Brannenburg und war durch einen Erkrankungsfall im engsten Freundeskreis direkt mit der schlechten Versorgungslage konfrontiert. Das veranlasste sie, zusammen mit der damaligen Directrice, einen speziellen BH mit Taschenverarbeitung zu entwickeln. Der 1. Prothesen-BH war geboren, das war 1968. 1976 kam die erste Silikonprothese von Anita auf den Markt. Da der Bedarf ständig stieg, wurde das Sortiment stets erweitert. OP-Techniken änderten sich, Kundenwünsche wurden erfragt und an Anita herangetragen. All das floss in die Weiterentwicklung mit ein. Stand zur damaligen Zeit noch mehr das Medizinische bei der Versorgung im Vordergrund, hat man dieses heute bestens mit den modischen Ansprüchen verbunden. Bei 70.000 Frauen, die in Deutschland jährlich erkranken, ist der Bedarf an Prothesen-BHs sehr hoch. Wenn auch Ihr einen Prothesen-BH braucht, möchten wir Euch ein paar Tipps mit an die Hand geben:

 

Wie sieht ein guter Prothesen-BH aus?

Ein guter Prothesen-BH unterscheidet sich nicht im Design von üblichen BHs, jedoch in Schnitt und Verarbeitung.

  • Dekolleté und Steg sind höher geschnitten, um Brust und Prothese sicheren Halt zu geben.
  • Das Dekolleté und der Armausschnitt sind elastisch gehalten – liegen daher gut an.
  • Der seitliche Bereich ist höher gearbeitet, um evtl. Narben oder auch Prothesen, die weiter in den seitlichen Bereich gehen, gut abzudecken.
  • Taschen zur Aufnahme der Prothesen oder Ausgleichsschalen sind auf beiden Seiten eingenäht. Die nicht benötigte Seite schmiegt sich daher gut in den Cup ein.
  • Das Unterbrustband ist breiter als bei üblichen BHs, um auch nach unten einen guten Halt zu gewährleisten. Außerdem ist es angenehm weich zur Haut.
  • Die Träger sind von Haus aus etwas breiter. Sie passen sich mit zunehmender Größe an und sind je nach Modell auf der Schulter gepolstert.
  • Die Träger sind bei fast allen Modellen im Rücken verstellbar und verhindern somit ein störendes Drücken im vorderen Bereich (evtl. auf Narben).
  • Der Rücken ist je nach Modell 3- oder 4-fach verstellbar. Auch aufs Weiteste gestellt liegen Haken/Augen nicht direkt auf der Haut.
  • Alle Versteller sind nickelfrei

Anita care Prothesen-BH Malia

 

Wo kaufe ich einen Prothesen-BH?

Kauft in einem Fachgeschäft, im Sanitätshaus oder in Orthopädie-Technik-Häusern. Das Personal nimmt sich Zeit und Ihr werdet kompetent und diskret beraten. Die Kriterien, die der BH erfüllen muss, sollen bei der Beratung beachtet werden. Wenn Ihr einen Prothesen-BH anprobiert, sollte der BH waagerecht um den Oberkörper liegen, beim Anheben der Arme darf das Unterbrustband nicht hoch rutschen. Wichtig ist auch die Trägereinstellung. Sie sollten so eingestellt sein, dass, wenn Ihr Euch von der Seite im Spiegel betrachtet, die Brustspitze in etwa auf Höhe des halben Oberarms ist.

Bezuschusst die Krankenkasse spezielle BHs?

Standard ist:

  • Alle zwei Jahre Kostenübernahme einer Silikonprothese oder eines Teilausgleichs. Gesetzliche Zuzahlung € 10,– (wenn nicht davon befreit). Zurzeit bei DAK Eigenanteil möglich, je nach Prothese.
  • 2 x jährlich einen Teil der Kosten (bis zu € 40,–) für einen Spezial-BH. Gesetzliche Zuzahlung mind. € 5,– oder 10% je nach Preis des BHs.
  • Bei Gewichtsveränderung die komplette Neuversorgung zu o. g. Bedingungen. Die Gewichtsveränderung muss vom Arzt bestätigt sein.
  • Bezuschussung (bis zu € 80,–) eines Spezial-Badeanzuges je nach Kasse alle zwei oder drei Jahre.

Eine weitere Prothese zum Schwimmen muss bei der Kasse angefragt werden und wird nur in Ausnahmefällen genehmigt.

Anita care Prothesen Tankini Salta

Anita care Schwimmprothese 1054X

Bei Fragen zu Prothesen-BHs könnt Ihr Euch jederzeit an uns wenden, wir helfen gerne!

 

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