Früher war alles besser? Wenn’s nach Retro-Fans geht, dann trifft diese melancholische Aussage auf Interior, Stars, Filme, Musik und Mode definitiv zu. Die vergangenen Zeiten hatten viel Schönes und Schickes zu bieten. Uns hat beim Blick in die Vergangenheit besonders die Wäsche begeistert: Die Zwanzigerjahre waren von der H-Silhouette und soften BHs geprägt – angepasst an die Körperform der Frauen mit breiten Hüften und kleinem Busen. Nach dem Krieg veränderte sich das Schönheitsideal vom androgynen hin zum weiblichen Typ. Die Wäsche half dabei – Miederhosen formten eine schmale Taille, gepolsterte BHs betonten die Brüste.

Die Inszenierung der weiblichen Formen fand in den Fünfzigerjahren, in denen die Frau vor allem eins sein sollte, statt: die perfekte Hausfrau mit perfekten Nägeln, hochgesteckten Haaren und Hüfthalter. In den Sixties verschwanden die Polsterungen aus den BHs, die Slips wurden knapper. Bandeau und Triangelformen waren trendy – solange, bis in den Siebzigerjahren der BH ganz von der Bildfläche verschwand. Zumindest war das bei den Hippies der Fall. In den Achtzigerjahren waren passend zum Aerobictrend mit Jane Fonda in der ersten Reihe vorm Spiegel im Turnstudio Bodies das modische Must-have. In den Neunzigern sollte es vor allem bequem und schlicht sein. Basics waren sehr beliebt.

Und heute? Erlaubt ist, was passt und gefällt – frei von Modediktaten oder gesellschaftlich vorgegebener Kleiderordnung. Die große Fashion-Freiheit lässt viele aber wehmütig zurückblicken. Kein Wunder, denn Großmutters Wäscheschublade hatte wirklich eine enorme Anziehungskraft. Uns gefallen besonders die Modelle der Nachkriegszeit, denn sie stehen für pure Weiblichkeit und deren stilvolle Inszenierung.

Die Designer von Anita und Rosa Faia haben die Looks vergangener Zeiten auf die Gegenwart übertragen und zeigen in der Saison Frühjahr/Sommer einige Styles, die Marilyn Monroe, Sophia Loren, Anita Ekberg und Gina Lollobrigida sicher auch sehr gefallen hätten. Viva la Diva!

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Wäsche-Wonne

Der cremefarbene Body Charlize von Rosa Faia erinnert mit seinem formenden Material und der Spitze an den Cups an Wäsche aus alten Zeiten.

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Hautfarbener Hingucker

Shapewear für eine schlanke Silhouette: Der nudefarbene Body aus der Serie Josephine von Rosa Faia mit Hahnentrittmuster und Stickerei ist funktional und modisch zugleich.

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Fifties-Allüre

Die Serie Ancona von Anita offeriert ein Wäscheset und einen Body mit angeschnittenem Bein, wie es in den Fünfzigerjahren Mode war.

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In Havanna finden die Liebhaberinnen der Lingerie der Fünfzigerjahre ein Wäscheset und einen Body im Retro-Look. Das Wäscheset hat einen Taillenslip.

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Sixties-Badenixe

In der Bademodenkollektion von Rosa Faia finden sich viele farbenfrohe Modelle, die an die Mode der Sixties erinnern. Mein Favorit für den Sixties-Style ist der Badeanzug Cosima mit abnehmbaren Träger.

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