Wer kennt es nicht, das lästige Ziehen im Nacken-/Schulterbereich, die Spannungskopfschmerzen und die schweren Arme? Frauen, die wenig Schlaf aber viel Stress haben, viel sitzen, sich aber nur wenig bewegen, sind oft von verspannten Muskeln geplagt. Was Ihr tun könnt, um Verspannungen und Verhärtungen vorzubeugen und akute Schmerzen zu lindern, erfahrt Ihr heute.

 

Akuthilfe

Wenn’s mal wieder so richtig wehtut und sich der Kopf wie im Schraubstock anfühlt, gibt es ein paar sinnvolle Tipps, um wieder beweglicher und schmerzfrei zu werden:

  1. Bewegung! Wer Stunden (in einer Fehlhaltung) am Rechner sitzt, muss sich nicht wundern, dass die Muskulatur verkrampft. Wenn wir Schmerzen haben, nehmen wir automatisch eine Schonhaltung ein, die zwar für den Moment angenehmer ist, aber auf Dauer zu noch stärkeren Schmerzen führt. Darum ist es wichtig, dass Ihr alle 30 Minuten die Sitzposition wechselt. Noch besser: Kurz aufstehen und die Schultern kreisen lassen. Nutzt auch die Mittagspause für einen kurzen Walk oder ein paar leichte Übungen zur Lockerung der Muskulatur im Nackenbereich. Im Internet findet Ihr leicht zu verstehende Videos mit nützlichen Übungen – sogar fürs Büro.
  2. Baden! Warmes Wasser entspannt die Muskulatur. Nach der Arbeit könnt Ihr in einer warmen Wanne erst mal abtauchen und nicht nur den Körper, sondern auch die Seele relaxen lassen. Badezusätze mit Teufelskralle, Kiefernnadelöl, Wacholder oder Kampfer unterstützen die Lockerung der Muskulatur. Nach dem Baden solltet Ihr Euch etwas Kuscheliges anziehen und den Nacken warmhalten. Auskühlung ist ein No-Go für Personen, die zu Nackenproblemen neigen.
  3. Wärme! Hach, was wären wir schnell frierenden Frauen bloß ohne Wärmflasche?! Auch bei Nackenschmerzen leistet sie verlässlich Erste Hilfe.
  4. BH ausziehen. Ein BH, der perfekt sitzt, sollte nicht spürbar sein. Ist aber die Muskulatur im Rumpf verkrampft und der Nacken gefühlte 50 kg schwer, kann es helfen, den BH auszuziehen. Besonders bei Frauen mit schwerer Brust können die Träger einschneiden und auf die Muskeln drücken, was deren Durchblutung stört und Schmerzen verursachen kann. Wer vermutet, dass sein BH nicht richtig sitzt, sollte „nachhaken“ und sich im Fachgeschäft beraten lassen. Manchmal genügt es schon, sich von der Fachfrau die Träger und das Rückenteil passend einstellen zu lassen.
  5. Massage! Bittet Euren Partner, Euch mit einem Massageöl vorsichtig und sanft zu massieren. Dabei sollte der Masseur nicht auf der Wirbelsäule massieren, sondern nur an der verspannten Muskulatur Hand anlegen. 5 Minuten reichen meist aus, um Verkrampfungen zu lösen und die Durchblutung anzukurbeln

Präventionsmaßnahmen

Wenn der akute Schmerz abgeklungen ist, solltet Ihr dafür sorgen, dass es nicht wieder zu Verspannungen kommt. Was hilft?

  1. Genügend Schlaf! Im Schlaf regeneriert sich der Körper und die Muskulatur entspannt. Wer nur wenig schläft oder sehr schlecht, nimmt dem Körper die Möglichkeit, sich selbst zu helfen. Darum sorgt für einen guten Schlafrhythmus. Eine feste Matratze und ein flaches Kopfkissen helfen bei Rückenproblemen.
  2. Offline sein! Ständiges Hantieren am Smartphone kann schnell zu Nackenschmerzen und Kopfweh führen, weil die Haltung bei Whatsapp & Co sehr unnatürlich ist und der Nacken das gesamte Gewicht des Kopfes halten muss. Legt das Handy öfter mal zur Seite und macht digitale Diät. Besonders eine Stunde vor dem Schlafengehen solltet Ihr die Technik schon mal offline schalten, um später selbst besser in den Schlaf zu kommen.
  3. Regelmäßige Bewegung: Es muss nicht der mehrstündige Spaziergang sein, aber Ihr solltet Euch täglich mehr bewegen. Dehnübungen für den Nacken sind ebenso zu empfehlen wie die Stärkung der Muskulatur unter kompetenter Anleitung eines Physiotherapeuten. Ihr könnt morgens nach dem Aufstehen schon mit einem kurzen Stretching in den Tag starten. Mittags erfrischt eine Runde um den Block Körper und Geist. Am Abend ist eine progressive Muskelentspannung ideal, um einen stressigen Tag innerlich zu beenden.
  4. Gesunde Ernährung: Um die Muskeln glatt und geschmeidig zu halten, solltet Ihr mineralstoffreiche Lebensmittel essen. Magnesium ist einer der wichtigsten Stoffe für eine elastische Muskulatur. Nüsse, Kürbiskerne, Milchprodukte, Bitterschokolade und Spinat enthalten viel Magnesium. Nach Absprache mit Eurem Arzt könnt Ihr auch Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.
  5. Entspannen! Seelische Belastungen sorgen für das Gefühl von „einer Last auf der Schulter“. Unangenehme Dinge, die wir nicht erledigen und vor uns herschieben, „sitzen uns im Nacken“. Die Psyche hat einen starken Einfluss auf unser körperliches Wohlbefinden. Ängste und Stress lassen uns ganz instinktiv die Schultern hochziehen und gebeugter gehen – das führt zu Verspannungen. Fazit: Sorgt für ein ausgeglichenes Seelenleben, genug Entspannung und fröhliche Momente.

 

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

 

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